Das Wohnzimmer ist ein Raum im Haus der vorwiegend als „Wohlfühlraum“ genutzt wird. Lesen, Musik, Fernsehen, das sind wohl die Haupttätigkeiten in diesem Raum. Dieser Raum ist auch der Treffpunkt für die Familie. Die Herausforderung ist es nun, so einzurichten, dass sich alle wohl fühlen. Es soll gefallen, es soll praktisch sein und es soll so individuell sein, dass Gäste aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommen. Dann ist meist das Ziel des stolzen Besitzers erreicht. Aber wie kommt man an dieses Ziel, ohne die Brieftasche nicht allzu sehr zu belasten.

Die Gestaltung der Räume

Erstmals die Wände – es braucht nicht allzu viel handwerkliches Geschick, sondern einfach nur etwas Willen zur Kreativität, und einen Kübel Farbe, ev. einige Abtönfarben und etwas Phantasie. Im Trend liegen sicherlich Wandteile, ev. Streifen, Dreiecke usw. in einer kräftigen Farbe. Zuerst sollte man sich mit der Familie darüber beraten, welche Farbe den Raum dominieren soll. Ich schlage vor, nicht unbedingt eine Modefarbe zu wählen, sondern persönliche „Wohlfühlfarbtöne“. Vorsicht ist dahingehend geboten, dass nicht allzu große Flächen mit kräftigen Farben bemalt werden. Diese können dann eher „erdrückend“ wirken. Die Grundfarbe sollte jedenfalls sehr dezent sein. Schablonen zum Ausmalen, oder mit dem Bleistift vorgezeichnete Markierungen sind dann wunderbare Hilfen für die kräftigen Farben. Ein Tipp – verwenden Sie Abdeckband, welches man in jedem Baumakt bekommt. Außerdem soll die kräftige Farbe niemals zu dünn sein, denn durch das Verrinnen könnte ein unschöner Abschluss entstehen. Ist erst mal die Wand gemacht, hat der Raum schon ein ganz anderes Bild.

Die Innenausstattung

Ein wesentlicher Gestaltungsaspekt sind die Vorhänge. Die Farbe sollte jedenfalls auf die Grundfarben der Wände abgestimmt sein. Ein zu großer Farbenmix bringt Unruhe in den Raum. Je nach Rämlichkeit schlage ich vor: – bei dunklen Räumen eher nur Seitenteile verwenden, – bei hellen Räumen mit mehreren Fenstern können sicherlich auch schöne Stores ausgesucht werden. Verwendet man zusätzlich Seitenteile (Schals) ist es ratsam, die Stores eher in Weiß oder ganz hellen Farben zu wählen. – helle Räume vertragen aber auch dunkle Stores in kräftigen Farben, wobei dann bei den Schals Vorsicht geboten ist. Vorschlag wären sehr helle, einfärbige Schals, so ist z.B. eine Kombination „dunkelvioletter Store“ und „hellbeiger Schal“ eine wunderbare Kombination.

Möbel : Kaum jemand kann es sich leisten, die Einrichtung regelmäßig auszutauschen. Auch hier reicht etwas Phantasie, um ein komplett neues Erscheinungsbild zu schaffen. Ich schlage vor, Meterware aus dem Vorhangstoff zu kaufen, und daraus ein paar Kopfkissen zu nähen. Weiters eine kleine Decke für den Tisch. Diese Decke muss nicht über den ganzen Tisch gehen, sondern eher als Akzent. Kleine rechteckige Deckchen sind auch ein schöner Aufputz für die Möbel im Wohnzimmer . Weiters sollte das "Wohlfühlzimmer" ein Thema bekommen. Schön ist es z.B. je nach Jahreszeit zu schmücken. Aber Achtung: nicht überladen. Zimmerpflanzen in Maßen, nicht jeden Winkel anstellen. Einige persönliche Bilder, die immer ihren fixen Platz haben, auch hier ist „weniger“ oft „mehr“. Für die Bilder vielleicht in einem so genannten „Ramschladen“ passende Rahmen kaufen – wieder Farblich auf das Farbkonzept des Raumes abgestimmt. Und dann noch die Abstimmung der Dekoration auf die Jahreszeit. Teelichter und Kerzen sollen bei keiner Dekoration fehlen. Vorsicht bei Duftkerzen, diese sollten nicht zu „aufdringlich“ sein. Ein Tipp noch zum Schluss: verwendet man eine Stehlampe, so schafft man abends immer eine angenehme Atmosphäre im Wohnraum, ohne viel Aufwand und dazu noch mit weniger Stromverbrauch als bei der normalen Beleuchtung.