Herrenhäuser
Das Wort Herrenhaus bezeichnet eine künstlerische Anlage in der damals Adelige und Gutsherren gewohnt haben. Es ist aber nicht zu verwechseln mit einem Schloss, obwohl die Bewohner, wie bei einem Schloss Adelige Personen sind. Der wesentliche Unterschied eines Herrenhauses zu einem Schloss ist der, das so ein Herrenhaus immer genau der Mittelpunkt eines ganzen Gutes sind. Die Bewohner des Herrenhauses auf dem Gut konnten über die Menschen, die auf dem Gut lebten bestimmen. Es waren praktisch ihre Diener. Entstanden sind die Herrenhäuser etwa im 15. Jahrhundert.
Herrenhäuser in Deutschland
In Deutschland gibt es sehr kulturelle Herrenhäuser in Schleswig Holstein, Brandenburg, Nordrhein Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. In Schleswig Holstein haben sich Herrenhäuser in der Barocken Bauweise durchgesetzt, ähnlich wie Schlösser, mit Erkern und Türmen. Viele der alten Herrenhäuser sind erhalten worden und heute Parkanlagen und für Besucher zugänglich.
In Nordrhein Westfalen gibt es die meisten Herrenhäuser im Münsterland, hier haben sie teilweise Gräben, die vor ungebetenen Gästen schützen sollten. In Nordrhein Westfalen sind einige Herrenhäuser noch bewohnt, andere werden für kulturelle Zwecke genutzt. Sie sind, wie in Mecklenburg-Vorpommern auch interessierten Besuchern zugänglich.
Anders mit der Abgrenzung zwischen Schloss und Herrenhaus ist es in Brandenburg. Hier gibt es keinen Unterschied und die Herrenhäuser sind hier Schlösser. Eines der bekanntesten ist das Schloss Blankensee.
Herrenhäuser in anderen Ländern
Es gibt die Herrenhäuser aber nicht nur in Deutschland. Auch in Schweden, Irland, England und in den Südstaaten der USA gibt es diese schönen Gebäude. Im Grunde ist ein Herrenhaus ein besonderes Gebäude, Groß und sehr imposant, in dem nur Adelige Personen gelebt haben.

